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Patentanwalt Dr.-Ing. Lukas Tanner LL.M. in Bochum

in Kooperation mit Rechtsanwalt Dr. Thorsten Graf aus Herford, Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz

 

Deutsch

 

Auf dieser Seite wird ein Bereich entstehen, in welchem sich insbesondere Franzosen oder französische Unternehmen zurecht finden sollen, wenn es um erste Information bei der Erlangung eines deutschen oder europäischen Patents, Marke oder Design geht.

 

Wir möchten Franzosen dabei unterstützen, speziell national in Deutschland Patentschutz usw. zu erlangen. Warum? Weil wir uns im Gegenzug entsprechende Assistenz bei der Erlangung französischer Schutzrechte erhoffen. Die deutsch-französische Freundschaft, l'amitié franco-allemande, sie soll auch auf der Ebene des Innovationsmanagements gelebt werden. Dr.-Ing. Tanner hat mehrere Jahre bei unseren engsten Nachbarn gelebt und das fr. Ingenieursdiplom erlangt. Ein bisschen was können wir uns von unseren Nachbarn abschauen. In einigen Technologien ist Frankreich Vorreiter, manchmal auch nicht gewürdigter oder nicht erkannter Vorreiter; vielleicht können diesbezüglich Atomenergie, Hochgeschwindigkeitszüge oder Flugzeug-Jets namens "Rafale" genannt werden.

 

Europäer stellen nur etwa 7% der weltweiten Bevölkerung, im Jahre 2060 werden es schätzungsweise nur noch 5% sein. In etwa 50 Jahren könnte es nur 500 Millionen Europäer (und 500 Millionen Amerikaner) geben, die sich acht bis neun Milliarden Menschen anderer Nationen gegenübersehen. Stammte etwa die Hälfte aller weltweit hergestellten Produkte einst noch aus Europa, sind es heute nur noch etwa ein Fünftel, und in wenigen Jahren, z.B. ab 2030, wird dieser Anteil schon auf ein Zehntel gesunken sein. Es gibt Stimmen, die voraussagen wollen, dass in 25 Jahren keines der europäischen Länder mehr als Global Player bezeichnet werden kann. Vielmehr würden die G8-Staaten dann insbesondere durch die USA, China, Indien, Japan, Brasilien, Russland, Mexiko oder Indonesien gebildet. Unser Einfluss scheint also kontinuierlich zu schwinden, sollte es uns Europäern nicht gelingen, wenn schon nicht unsere Produkte, dann doch zumindest unsere Kultur und unser geistiges Eigentum weiterhin als besonders erstrebenswert, wertvoll und entwickelt darzustellen und in gewisser Weise auch zu vermarkten. Das Geistige Eigentum muss also nicht notwendigerweise mit einem Streben zu wirtschaftlicher Macht verbunden werden.

Die erfolgreiche deutsch-französische Zusammenarbeit ist entscheidend für die Zukunft Europas, und könnte es noch stärker werden, jetzt wo der wichtige Partner Frankreichs autreten möchte. Am 2.12.14 schreibt die Süddeutsche: "FRUST STATT FREUDE - Deutsche und Franzosen können nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander". Es gibt andere, positivere Stimmen und andere Zeichen, z.B. erfolgreiche europäische Raumfahrtprojekte (in jüngster Zeit Landung von "Philae" auf einem Kometen), oder die Errichtung eines europäischen Patentgerichts und Europäischer Patente mit einheitlicher Wirkung ab 2016, oder der Zusammenschluss gr. dt.-fr. Unternehmen.

 

Am 27.08.2015 schreibt die F.A.Z.: "Frankreich verliert Spitzenplatz - Deutschlands wichtigster Absatzmarkt ist nun Amerika". Was auch geschrieben wird: Seit 1961 war Frankreich weltweit wichtigster Handelspartner Deutschlands, ununterbrochen. Und: Im Jahr 2014 ist das Handelsvolumen mit Frankreich weiter angestiegen, und zwar um nicht wenige 4% auf 53.5 Milliarden Euro. Das Handelsvolumen mit den USA hat im ersten Halbjahr 2014 um wahnsinnige 24% angezogen - dass dies zu Zeiten finanzeller Schwierigkeiten in Frankreich zum "Verlust" eines Spitzenplatzes führen kann, sollte also nicht sonderlich verwundern.

 

Franzosen tendieren eher zur angelsächsischen Kultur als nach Deutschland, wenn sie die Wahl haben. Dies muss keine Entscheidung gegen Deutschland sein, sondern ist allein bereits durch die geografische Nähe (3h Fahrt) zwischen London und Paris begründet. Es gibt viele Eliten in Frankreich, die London als berufliche, da forderndere Wahlheimat definieren, mit Familie in Paris.

 

Droht nun die Kooperation zw. Deutschland und Frankreich dadurch erschwert zu werden, dass die Franzosen der Geisteshaltung der Briten folgen wollen?

 

Europa wird in den kommenden 20 bis 50 Jahren eine schwierige Zukunft vorausgesagt. Der Wettbewerbsdruck seitens der USA und Asiens steigt, die Patentanmeldungs-Zahlen der Asiaten explodieren. Gerade deshalb ist die Kollaboration zwischen den zwei wichtigsten Handelspartnern Europas, nämlich Deutschland und Frankreich, überlebensnotwendig, und die Entwicklungen auf dem Gebiet des Einheitspatents sind zu begrüßen. Hier müssen Deutschland und Frankreich eine Vorreiterrolle einnehmen. Das Duo Frankreich/Deutschland hat dies ja bereits mehrfach erfolgreich gemeistert. In diesem Zusammenhang ist auch die Maschinenbaubranche als Schlüssel der europäischen Entwicklung zu sehen, insbesondere durch die Montanunion, wirtschaftlicher Wegbereiter ab den 50er Jahren, mit politischem Nachspiel. Die Wirtschaft kann also tatsächlich einen politischen Weg vorgeben. Möglicherweise werden Frankreich und Deutschland auch beim Einheitspatent bzw. der Anzahl der von europäischen Unternehmen gehaltenen Einheitspatente eine Vorreiterrolle einnehmen und dadurch auch eine (noch) stärkere wirtschaftliche Bedeutung für die wirtschaftliche/politische Zukunft Europas haben. Für Europäische Einheitspatente spricht dabei auch dann viel, wenn das jeweilige deutsche oder französische Unternehmen nur in einigen wenigen europäischen Ländern aktive sein sollte, allein schon in Hinblick auf die Abschottung des europäischen Marktes vor Importen aus Asien.

 

Allons enfants de ...l'innovation...

 

 

En francais

 

(oui, oui...faudra encore traduire ce texte ci-dessus...à un moment donné...)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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